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Die sieben Grundsätze des ITIs

Das Wort Gottes als Zentrum  
Das inspirierte Wort Gottes, die Heilige Schrift, wie die Kirche sie rezipiert, steht im Zentrum des Curriculums. Alle anderen Kurse sind darauf hingeordnet, die Bedeutung der Schrift offen zu legen.

Ad Fontes, Ost und West
Das Curriculum basiert, ausgehend von den Kirchenvätern bis hin zur Gegenwart, auf den Primärquellen, die von den „großen Meistern“ der theologischen Traditionen verfasst wurden. Diese theologischen Traditionen des Ostens wie des Westens werden herangezogen, um „mit beiden Lungen der Kirche“ zu atmen. Bedeutende Leitfiguren sind u. a. die Griechischen Kirchenväter und Thomas von Aquin.

Pädagogik
In interaktiver Zusammenarbeit bemühen sich Professoren und Studenten an Hand von Primärtexten, den Glauben der Kirche zu erfassen. Es wird darauf Wert gelegt, dass die Studenten die Texte sorgfältig vorbereiten und in den Kursen genügend Raum vorhanden ist, sich aktiv einzubringen, um verantwortungsbewusstes Lesen und Denken zu schulen.

Theologie in ihrer Ganzheit
Das Curriculum vermeidet verfrühte Spezialisierung. Theologie wird in ihrer inneren Ganzheit – gemäß ihrem Wesen als wissenschaftliche Reflexion des Glaubens der Kirche – offen gelegt. Das Curriculum bezieht sich auf die zentralen Geheimnisse des Glaubens (Trinität, Inkarnation, Gnade, Rechtfertigung, Kirche, etc.). Sämtliche Detailfragen werden im Licht dieser zentralen Geheimnisse reflektiert.

Theologisches Ordnungsprinzip
Die „Ratio“ (das grundlegende Ordnungsprinzip, auf dem das Studium am ITI aufbaut) ist durchgehend theologisch. Die Abfolge der Semester und die Zusammenstellung der Kurse innerhalb eines Semesters sind so aufeinander abgestimmt, dass sie dem einheitlichen Ganzen entsprechen. Fragen, die normalerweise anderen Gebieten zugerechnet werden (Philosophie, Psychologie, Soziologie), werden aufgrund dieses Prinzips theologisch und in einer – von der Theologie selbst verlangten Ordnung  – erörtert.

Primat der theologischen Frage
Historisch-kritische Forschung ist ein notwendiger Aspekt des quellenorientierten Studiums. Sie findet ihre vollständige Erfüllung aber nur, wenn sie in die eigentliche Frage mündet – in die theologische: Was ist Wahrheit (Wahrheit des „Gegenstandes“)?

Über allem, die Liebe
Die Theologie steht unter der „Herrschaft“ dieses neuen Gebotes und existiert um willen der Einheit mit dem „Einen“, dessen Liebe zu uns wir folglich immer tiefer begreifen werden. Deshalb kann Theologie nur im Herzen Seiner Kirche studiert und gelehrt werden.

 

 

„Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser ...“
(Psalm 42)