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Das Wort Gottes als Zentrum
Das inspirierte Wort Gottes, die Heilige Schrift, wie die Kirche
sie rezipiert, steht im Zentrum des Curriculums. Alle anderen Kurse
sind darauf hingeordnet, die Bedeutung der Schrift offen zu legen.
Ad Fontes, Ost und West
Das Curriculum basiert, ausgehend von den Kirchenvätern bis hin zur
Gegenwart, auf den Primärquellen, die von den „großen
Meistern“ der theologischen Traditionen verfasst wurden. Diese theologischen
Traditionen des Ostens wie des Westens werden herangezogen, um „mit
beiden Lungen der Kirche“ zu atmen. Bedeutende Leitfiguren sind
u. a. die Griechischen Kirchenväter und Thomas von Aquin.
Pädagogik
In interaktiver Zusammenarbeit bemühen sich Professoren und Studenten
an Hand von Primärtexten, den Glauben der Kirche zu erfassen. Es
wird darauf Wert gelegt, dass die Studenten die Texte sorgfältig
vorbereiten und in den Kursen genügend Raum vorhanden ist, sich aktiv
einzubringen, um verantwortungsbewusstes Lesen und Denken zu
schulen.
Theologie in ihrer Ganzheit
Das Curriculum vermeidet verfrühte Spezialisierung. Theologie wird
in ihrer inneren Ganzheit – gemäß ihrem Wesen als wissenschaftliche
Reflexion des Glaubens der Kirche – offen gelegt. Das Curriculum
bezieht sich auf die zentralen Geheimnisse des Glaubens (Trinität,
Inkarnation, Gnade, Rechtfertigung, Kirche, etc.). Sämtliche Detailfragen
werden im Licht dieser zentralen Geheimnisse reflektiert.
Theologisches Ordnungsprinzip
Die „Ratio“ (das grundlegende Ordnungsprinzip, auf dem das
Studium am ITI aufbaut) ist durchgehend theologisch. Die Abfolge der Semester
und die Zusammenstellung der Kurse innerhalb eines Semesters sind so aufeinander
abgestimmt, dass sie dem einheitlichen Ganzen entsprechen. Fragen, die
normalerweise anderen Gebieten zugerechnet werden (Philosophie, Psychologie,
Soziologie), werden aufgrund dieses Prinzips theologisch und in einer – von
der Theologie selbst verlangten Ordnung – erörtert.
Primat der theologischen Frage
Historisch-kritische Forschung ist ein notwendiger Aspekt des
quellenorientierten Studiums. Sie findet ihre vollständige Erfüllung
aber nur, wenn sie in die eigentliche Frage mündet – in die
theologische: Was ist Wahrheit (Wahrheit des „Gegenstandes“)?
Über allem, die Liebe
Die
Theologie steht unter der „Herrschaft“ dieses neuen Gebotes
und existiert um willen der Einheit mit dem „Einen“, dessen
Liebe zu uns wir folglich immer tiefer begreifen werden. Deshalb
kann Theologie nur im Herzen Seiner Kirche studiert und gelehrt werden.
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